Unsere FAQs
Für die Abrechnung mit der Pflegekasse ist ein Pflegegrad notwendig. Wir unterstützen Sie gerne beim Antragsprozess. Privat zahlende Kunden können unsere Leistungen auch ohne Pflegegrad in Anspruch nehmen.
Das Gespräch gelingt am besten in einfacher Sprache, ruhiger Atmosphäre und möglichst mit Unterstützung durch die Hausarztpraxis oder eine erfahrene Beratungsstelle. Sprechen Sie von „Gedächtnisproblemen“ oder einer „Krankheit im Kopf, die manches durcheinanderbringt“ statt mit medizinischen Fachbegriffen. Wenn Ihr*e Angehörige*r die Diagnose immer wieder von sich schiebt, ist ein liebevoll gestalteter Alltag oft wertvoller als das Ringen um Einsicht.
Diese Schleifen gehören zur Demenz. Dahinter steckt oft Unsicherheit: „Bin ich hier richtig? Was passiert gleich?“ Eine ruhige, immer ähnliche Antwort macht sie nicht weniger anstrengend – aber es nimmt ein Stück Schuldgefühl aus der Situation.
Hilfreich sind sichtbare Erinnerungen – ein Zettel an der Tür, eine Tafel im Flur, ein Wochenplan am Kühlschrank.
Und ein leiser Satz für Sie selbst: „Das ist die Erkrankung, nicht der Mensch, den ich liebe.“ Der Satz ändert die Situation nicht, aber oft tut sie dann ein bisschen weniger weh.
Streit entsteht oft, wenn Sie um die „richtige“ Wirklichkeit kämpfen: Wer hat recht, wer erinnert sich richtig, was ist tatsächlich passiert. Bei Demenz führt das selten weiter. Schauen Sie lieber auf das Gefühl hinter den Worten: Angst, Ärger, Scham, Überforderung. Ein Themenwechsel, eine gemeinsame Aufgabe („Hilf mir bitte, den Tisch zu decken“), Musik oder das Anschauen von Fotos holen alle aus der Eskalation raus. Sie müssen nicht alles richtigstellen – aber Sie dürfen den Druck aus der Situation nehmen.
Selbst etwas beitragen zu dürfen, tut vielen Betroffenen gut. Gleichzeitig braucht es Schutz. Alles, was gefährlich oder sehr kompliziert ist – Herd, Straßenverkehr, Geld – gehört in Ihre Hände. Kleine, überschaubare Aufgaben dürfen bleiben: Servietten falten, Wäsche sortieren, Blumen gießen, Gemüse waschen. Das vermittelt: „Du wirst gebraucht.“ Beobachten Sie: Wo wirkt Ihr*e Angehörige*r eher ruhig und stolz, wo eher überfordert? Daran orientieren Sie sich.
Ein wichtiges Zeichen sind Sie selbst: Spätestens wenn Schlaf fehlt, Gereiztheit zunimmt, Tränen schneller kommen oder Sie das Gefühl haben, nur noch zu funktionieren, braucht es Entlastung. Warten Sie nicht, „bis gar nichts mehr geht“. Schon wenige Stunden Unterstützung in der bringen oft spürbar Entlastung in den Alltag. Es ist kein Versagen, Hilfe anzunehmen. Es zeigt, dass Sie Verantwortung teilen.
Sie müssen sich diese Fragen nicht allein stellen. Gute Anlaufstellen sind Hausarztpraxen, Pflegestützpunkte, Beratungsstellen vor Ort oder regionale Alzheimer‑Gesellschaften. Dort erhalten Sie Infos zu Leistungen, Kursen, Gruppen und Angeboten in Ihrer Nähe. Und natürlich sind auch wir von der Pflegezentrale Wagner für Sie da: Wir hören zu, nehmen Ihre Situation ernst und schauen gemeinsam, welche Unterstützung zu Ihnen, Ihrer Familie und Ihrem Alltag zu Hause passt.
Viele Angehörige erzählen uns, dass sie sich im Internet schnell verlieren – zu viele Seiten, zu viele Meinungen. Suchen Sie sich lieber ein, zwei verlässliche Stellen aus, denen Sie vertrauen, und bleiben Sie bei diesen. Zum Beispiel eine Beratungsstelle, eine Selbsthilfeorganisation und eine Ansprechperson bei Ihrer Pflegeversicherung. Dort stellen Sie Ihre Fragen Schritt für Schritt. So wächst Ihr Wissen in einem Tempo, das zu Ihnen passt – und nicht im Übertempo der Suchmaschine.
Sehr flexibel. Wir richten uns nach Ihnen – morgens früh, abends spät, täglich oder nur an bestimmten Tagen. Sprechen Sie uns an, wir finden gemeinsam ein Modell, das zu Ihrem Alltag passt.
Als etablierter Pflegedienst mit einem Team von 80 Mitarbeitenden haben wir Vertretungsregelungen, die sicherstellen, dass Ihr Angehöriger auch bei Krankheit oder Urlaub einer Pflegekraft versorgt ist.
In der Regel sind 2 bis 3 MitarbeiterInnen den jeweiligen Touren zugeordnet, um eine kontinuierliche und flexible Versorgung sicherzustellen. Dies ermöglicht eine individuelle ambulante Pflege durch das Team der Pflegezentrale.
Wenn Sie nicht zu Hause oder verhindert sind, können Sie uns gerne anrufen. Bitte geben Sie uns bis 24 Stunden vor dem Pflegeeinsatz Bescheid, nur so können wir unsere Touren optimieren und ggf. einen Ausweichtermin für Ihre ambulante Pflege mit Ihnen vereinbaren.
In der ambulanten Pflege ist Ihre Sicherheit unser oberstes Anliegen! Wir behandeln Ihre Schlüssel sorgsam, indem sie anhand von Nummern anonymisiert werden. Diese werden dann sicher in einem verschließbaren Kasten aufbewahrt, um höchste Vertraulichkeit und Schutz zu gewährleisten.
Nein. Vorsorge lohnt sich früh. Auch jüngere Menschen erleben plötzliche Erkrankungen oder Unfälle.
Nein. Sie legt nur fest, welche Maßnahmen Sie wünschen oder ablehnen.
Ja. Eine neue Version mit Unterschrift ersetzt die alte.
Alle 2–3 Jahre oder nach Veränderungen im Leben, wie Umzug oder Krankheit.
Nein. Eine handschriftliche und unterschriebene Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht gilt. Ein*e Notar*in hilft nur bei zusätzlicher Sicherheit.
Unsere Pflegeexpertinnen und -experten bei der Pflegezentrale Wagner unterstützen Sie individuell und kostenfrei. Kontaktieren Sie uns gerne dazu.
Die Pflegereform 2026 betrifft besonders Bürokratieabbau, neue Verantwortung für Pflegefachkräfte und digitale Abläufe.
Ja, viele Anträge werden vereinfacht. Prüfen Sie Ihre bestehenden Leistungen, um von den Neuerungen zu profitieren.
Nein, die Einstufungen bleiben gleich. Allerdings gibt es neue Empfehlungen zur Prävention und Betreuung zu Hause. Wenn Sie unsicher sind, welche Leistungen für Sie relevant sind, beraten wir Sie gerne.
Der Antrag wird bei der Pflegekasse gestellt. Benötigt werden Nachweise zur Pflege sowie zur Verhinderung der Hauptpflegeperson.
Die Pflege kann durch professionelle Pflegekräfte, aber auch durch nahe Angehörige oder Freunde im Rahmen der Verhinderungspflege übernommen werden.
Die Pflegeperson muss den Pflegebedürftigen seit mindestens sechs Monaten zu Hause betreut haben, und der Pflegegrad muss mindestens 2 betragen.
Bis zu sechs Wochen (42 Tage) pro Kalenderjahr. Voraussetzung ist Pflegegrad 2 und mindestens sechs Monate Betreuung durch eine private Pflegeperson. Die Zeit kann am Stück oder tageweise genutzt werden.
Pflegebedürftige, die zu Hause von einer privaten Pflegeperson betreut werden, und deren Pflegeperson vorübergehend verhindert ist.
Die Kosten der Kurzzeitpflege – Daheim werden in der Regel von der Pflegeversicherung bis zu einer festgelegten Höhe übernommen. Gern beraten wir Sie zu den finanziellen Möglichkeiten und helfen Ihnen, die Leistungen der Pflegekasse optimal zu nutzen.
Wir sind flexibel und können auch bei kurzfristigem Bedarf eine Lösung finden. Rufen Sie uns einfach an, um eine zeitnahe Unterstützung in unserer Kurzzeitpflege – Daheim zu organisieren.
Sollte der Pflegebedarf länger bestehen, finden wir gemeinsam eine individuelle Lösung. Dies kann eine Verlängerung der Pflegezeit oder die Umstellung auf eine dauerhafte Betreuung sein.
Die Pflegekasse übernimmt je nach Pflegegrad einen Teil der anfallenden Kosten – je höher der Pflegegrad ist, desto mehr Kosten werden übernommen. Den anderen Teil der Kosten wird durch einen Eigenanteil verrechnet, dieser richtet sich nach dem vereinbarten Leistungsbedarf.
Die Krankenkasse zahlt für medizinische Leistungen in vollem Umfang. Diese Leistungen werden vom Arzt schriftlich verordnet. Beispiele für medizinische Leistungen: Insulininjektionen, Medikamente verabreichen, Wunden versorgen, Kompressionsstrümpfe anziehen, etc.
Unsere Pflegedienstleitung bzw. Teamleitung wird im Rahmen eines persönlichen Beratungstermins gemeinsam mit Ihnen den individuellen Leistungsumfang ermitteln. Anhand dessen wird dann ein Angebot erstellt, aus welchem die monatlichen Kosten ersichtlich sind. Wir beraten Sie auch gerne über Möglichkeiten von staatlichen Zuschüssen und können Ihnen bei der Antragsstellung zur Seite stehen.
Unsere Dienstleistung im Bereich der Mehrstundenpflege (24-Stunden-Pflege) bieten wir in folgenden Einzugsgebieten an:
Die Sprachkenntnisse reichen von Grundkenntnissen bis zu sehr guten Deutschkenntnissen. Je nach Anforderung kann das Sprachniveau bei der Auswahl der Betreuungskraft in unserer Mehrstundenpflege (24-Stunden-Pflege) berücksichtigt werden.
Sollte dies der Fall sein, wenden Sie sich bitte trotzdem an uns. Durch unser in diesem Bereich einzigartiges System der Mehrstundenpflege haben wir auch die Möglichkeit, direkt mit dem Bezirk Oberbayern abzurechnen.
Einen Teil der Bezahlung können wir als bei allen Kassen zugelassener Pflegedienst direkt mit den Pflegekassen abrechnen. Einen Eigenanteil wird es geben und wir werden Ihnen im persönlichen Gespräch exakt ausrechnen, wie dieser ausfallen wird.
Die Pflegekraft bekommt ihr eigenes, möbliertes Zimmer im Haus/in der Wohnung des Patienten und erhält während ihres Aufenthalts freie Kost und Logis. Das eigene Zimmer ist wichtig, damit sich die Pflegekraft in Ruhezeiten auch mal zurückziehen kann. Ausgestattet sein sollte es mit einem Bett, einem Schrank sowie einem Tisch und einen Stuhl. Auch ein Internetanschluss sollte vorhanden sein, damit der Kontakt in die Heimat ebenso möglich ist wie die Unterhaltung in der Freizeit. Nicht nötig sind eine eigene Küche, ein eigenes Bad oder eine eigene Toilette. Diese Räume können sich Pflegekraft und Patient teilen.
Wie auch in der sogenannten 24-Stunden-Pflege bedeutet “rund um die Uhr” nicht, dass die Pflegekraft pausenlos im Einsatz ist – das wäre für jede Person zu viel. Stattdessen entsteht oft eine ausgewogene Mischung aus Arbeit, Bereitschaft und Freizeit. Wir glauben an diesen dreiteiligen Ansatz, da er die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt.
Unsere Präsenzkräfte kommen größtenteils aus den osteuropäischen Ländern wie z.B. Polen, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Kroatien
Die Vorlaufszeit in der 24h-Pflege ist abhängig von den individuellen Anforderungen und vor allem, wie schnell ein Versorgungsstart gewünscht ist. Meistens liegt diese zwischen 5 bis 15 Werktagen.
